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Apr 11 2013

Bluray Kritik: DREDD

Heute gibts als Special die Kritik zu DREDD (2012).https://i1.wp.com/www.hdwallpapers.in/walls/dredd-wide.jpg?resize=620%2C388

Klickt auf weiterlesen um zur Kritik zu gelangen!

 

DREDD (2012)

DREDD 3D

Story:

Mega City One – eine gigantische Metropole voller Gewalt, Chaos und Verbrechen inmitten des düsteren und zerfallenen Amerikas. Die Bewohner leiden und immer mehr verfallen der neuen Droge Slo-Mo, die sie die Realität in extremer Zeitlupe erleben lässt. Einzig und allein die „Judges“ können gegen die Verbrechen in ihrer Stadt ankämpfen, nur sie haben die Macht als Richter und Vollstrecker für Recht und Ordnung zu sorgen. Dredd (Karl Urban), als oberster „Judge“ gefürchtet, will die Stadt von ihren Plagen befreien. Zusammen mit seiner neuen Rekrutin, Cassandra Anderson (Olivia Thirlby), nimmt er den Kampf gegen Ma-Ma (Lena Headey) auf, eine Drogenbaronin, die eiskalt über den größten Slum der Stadt herrscht. Als Dredd und Anderson einen Handlanger aus ihrem skrupellosen Clan zu fassen kriegen, entfacht Ma-Ma einen erbitterten Krieg, in dem sie vor nichts zurückschreckt, um ihr Imperium zu schützen… (q: Pure Online)

 

Kritik:
DREDD war 2012 nur kurz in den Kinos zu sehen, zum einen da der Film hierzulande kaum Promotion hatte und zum anderen, da er ausschließlich in 3D aufgeführt wurde. Letzteres hatte allerdings einen sehr plausiblen Grund: DREDD ist einer der wenigen Filme, die das Potential des 3D Kinos deutlich für mehr nutzen als nur einen netten Hingucker. Wenn Judge Dredd seine Pistole zieht, einen Verdächtigen nach dem anderen unschädlich macht und das ganze in glitzernder Zeitlupe mit zuckersüßen Bildern präsentiert wird, die dazu noch das Augenmerk auf die kleinen Details durch das 3D hervorhebt und so einen unvergleichlichen Stil schafft, muss man die kreativen Köpfe hinter der Kamera dafür loben.

Die Welt, die Drehbuchautor Alex Garland erschaffen hat, ist ebenfalls nicht die 08/15 Zukunftsdystopie, sondern wartet mit einer gehörigen, aber dennoch subtilen Gesellschaftskritik auf, die sich in kleinen Details zu erkennen gibt und uns schon an die Situationen in unseren heutigen Großstädten und Metropolen dieser Welt erinnern und zu denken geben. Wenn man sie dann entdeckt. Außerdem hat er es geschafft, die wirre Comicvorlage so zu realisieren, dass alles zwar dreckig und rau erscheint, aber dennoch glaubhaft wirkt und man sich gut ein solches Zukunftsszenario vorstellen kann.

Auch was Regiesseur Pete Travis aus dem relativ geringen Budget von nur 35Mio$ gezaubert hat ist bemerkenswert. Allerdings merkt man dem Film stellenweise den kleinen Geldfluss an: Einfache Sets, die sich öfters Wiederholen, aber immer der Story entsprechend passend sind und ein kleiner Cast, wodurch gerade auf die drei bzw. vier Hauptcharaktere das größte Augenmerk liegt:
Die Judges Dredd und Anderson, sowie Ma-Ma und Kay.

Doch alle vier stämmen die überraschend sarkastische Geschichte (ganz im Stile der Comicvorlage) ohne Probleme und liefern eine klasse, wenn auch nicht makellose Darstellung ab.

Karl Urban als Dredd verkörpert seine Figur alleine durch die sichtbare Mundpartie, denn der Helm wird getreu den Comics niemals abgenommen, und schafft es dennoch der Figur immenses Leben einzuhauchen.
Rookie Anderson ist ebenfalls eine erfrischende Ausnahme und stielt Dredd so manches Mal die Show. Olivia Thirlby teilt nämlich ebenfalls so gnadenlos aus, wie ihre männlichen Kollegen und schafft so für Gerechtigkeit in Mega City One.
Leider bekommt Lena Headeys Figur Ma-Ma nicht soviel Aufmerksamkeit, aber ihre Rolle ist dennoch eine Ausnahme: Eine knallharte Schurkin, die Dredd die Hölle heiß macht und ihn bis an seine Grenzen des Rechts bringt.

Fazit:
DREDD ist eine Actionperle, die im Kinojahr 2012 leider und zu unrecht zu wenig Aufmerksamkeit zu Gute kam, denn es ist ein Feuerwerk, welches sich hinter den großen Hollywoodproduktionen absolut nicht verstecken muss und zeigt ihnen, wie ein Judge die Sache angeht.
Und trotz kleinerer Missgeschicke ist DREDD eine klare Empfehlung für jeden Comicliebhaber und ein Muss für jeden Fan des gnadenlosen Actionkinos.

9/10

 

Vielen Dank an Pure Online und Universum Film für die Bereitsstellung des Rezensionsmaterials!

 

Comments

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Über den Autor

Rocket Raccoon

Der endzeitliche Waschbär im Team!

2 Kommentare

  1. Christoph

    Fand den Film eigentlich auch recht gut. Action-Kino halt.

  2. flimmerstunde

    Baller-Action satt: wer bisher mit den eher jugendgerechten Comic-Filmen Marke „Spider-Man“ und „Hellboy“ nur wenig anfangen konnte, dürfte sich im düsteren Universum eines „Dredd“ offensichtlich wohlfühlen. Hier wird auf Tiefgründigkeit, Charakterentwicklung und Spannung weitestgehend verzichtet und ein Baller-Event der Extraklasse verbraten. Da spritzt das Blut und da zerfetzen Körperteile, ganz zur Freude des erwachsenen Filmfreundes, der mit den zwar wortkargen, aber umso zynischeren Floskeln „Dredds“ so seinen absurden Spaß haben dürfte. Umso unverständlicher, dass sich diese originalgetreuer Comic-Verfilmung kaum an den internationalen Kinokassen durchsetzen könnte. „Dredd“ dürfte somit als waschechter Kinoflop des Filmjahres 2012 gelten und so schnell keine Fortsetzung spendiert bekommen – absolut schade.
    Wir haben uns unglaublich kurzweilig unterhalten gefühlt, sodass wir den Film uneingeschränkt empfehlen können. Auf jeden Fall, der bessere „Raid“ 😉

    Fazit: 8/10 Punkte

    Eine umfangreiche Besprechung ist aktuell auf dem Filmchecker-Blog nachzulesen!

    http://filmchecker.wordpress.com/2013/04/17/filmreview-dredd-2012/

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