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Mrz 24 2016

Filmkritik: Batman v Superman: Dawn of Justice

Batman v Superman: Dawn of Justice (USA, 2016)
Regisseur: Zack Snyder
Cast: Henry Cavill, Ben Affleck, Gal Gadot, Jesse Eisenberg, Amy Adams, Jeremy Irons

Der größte Gladiatoren Kampf der Weltgeschichte! So verkaufen uns jedenfalls Warner Brothers und DC Comics den neuen Action-Blockbuster von Regisseur Zack Snyder. Ob Batman v Superman: Dawn of Justice, welcher die beiden ikonischsten Superhelden aller Zeiten gegeneinander antreten lässt, dieses Versprechen halten kann oder sich doch eher als Blender herausstellt lest ihr in unserer Review.

 

Die Geschichte beginnt 18 Monate nach der Zerstörung von Metropolis durch den Kampf von Superman und General Zod. Die Welt ist im Zwiespalt ob es sich bei dem Mann aus Stahl um einen heiligen oder einen Zerstörer handelt, allen voran Bruce Wayne (Ben Affleck), der sich sicher ist das es sich bei Superman um eine tickende Zeitbombe handelt. Währenddessen sieht es Clark Kent (Henry Cavill) als seine Aufgabe den Batman aus Gotham das Handwerk zu legen. Doch beide Parteien ahnen nicht das der diabolische Lex Luthor (Jesse Eisenberg) bereits seine Pläne in Gang gesetzt hat um beide Superhelden gegeneinander aufzubringen.

DepriWayne

Positives zuerst. Batman v Superman: Dawn of Justice ist visuell wahnsinnig beeindruckend. Egal ob Superman der durch die Lüfte braust oder Batmans art zu kämpfen, noch nie hat man beide Charaktere auf der Leinwand so nah am Comic gesehen. Auch die Performances von Jeremy Irons als Alfred und Ben Affleck als Bruce Wayne/Batman gilt es zu loben. Beide verstehen ihre Charaktere wirklich gut, besonders wenn sie zusammen auftauchen ist sofort zu spüren wie gut die Chemie zwischen den beiden ist. Auch kann man ruhig den Soundtrack von Hans Zimmer loben, welcher besonders in den Kampfszenen schön für Stimmung sorgt.

Doch hier hören auch bereits die guten Punkte auf. Denn der Rest des Films ist eine Ansammlung von gestellten Dialogen, die egal von wem sie ausgesprochen werden zu keiner Zeit natürlich wirken, Szenen die so schlecht ineinander fließen das man sich wirklich fragen muss ob man den Film an den Schnit-Praktikanten übergeben hat, ein wirklich langweiliges Setup für einen viel zu kurzen Kampf zwischen Batman und Superman, ein Finale das so aufgesetzt und überladen wirkt das man sich fragt ob man das ganze nicht auch für einen anderen Film hätte nutzen können, Setup für weitere Filme welches so billig und faul in diesem Film eingebaut wurde, das selbst Iron Man 2 dagegen wirkt als hätte man sich mühe gegeben und dazu kommt eine Laufzeit von zweieinhalb Stunden bei der jeder sehen kann wie viele Sub-Plots und Szenen man hätte streichen können. Irgendwo in Batman v Superman ist ein guter Film begraben aber Regisseur Zack Snyder und Autor Chris Terrio gelingt es nicht diesen auch ans Tageslicht zu bringen. Stattdessen quälen sie den Zuschauer mit lächerlich anmutenden Traumsequenzen über riesige Fledermäuse und Alien Invasionen.

SupesvorGericht

Doch die wohl größte Sünde des gesamten Films ist die Darstellung von sowohl Batman als auch Superman. Wer auch nur beiläufig mit diesen Charakteren vertraut ist, wird sich Fragen was das für zwei Heinis sind die ihren Zickenkrieg auf der Leinwand ausfechten. Superman ist ein selbstsüchtiges und arrogantes Riesenbaby welches am liebsten Drohungen um sich wirft und dessen erster Instinkt es ist zu töten, während Batman zwar noch näher an sein Comicvorbild erinnert aber essenzielle Elemente des Charakters über Bord wirft, vor allem was das töten von Kriminellen angeht. Alles wäre nicht so schlimm wenn beide am Ende des Films ihre Lektion lernen würden. Aber das tun sie nicht. Stattdessen werden sie nur weiterhin in ihrem Handeln bestätigt und müssen sich zu keinem Punkt einer wirklich Ernsthaften Moralischen Reifeprüfung stellen.

Als Zuschauer hat man kaum eine Bezugsperson in dem Film, da es keinen Charakter gibt dessen Denkweise irgendwie nachzuvollziehen ist. In seinem Drang alles so Erwachsen und realistisch wie möglich darzustellen, verliert Zack Snyder leider viel zu schnell den Bezug zur Wirklichkeit.

Wertung:

4/10

TrinityGedöns

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ElConvoy

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