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Okt 12 2016

Filmkritik: Die Insel der besonderen Kinder

Die Insel der Besonderen Kinder (Miss Peregrine´s Home for Peculiar Children) 2016
Regie: Tim Burton
Cast: Asa Butterfield, Samuel L. Jackson, Eva Green

 

Als sein Großvater auf mysteriöse Weise ums Leben kommt, beginnt Jacob damit die Erzählungen des kauzigen Mannes von einem Kinderheim, dessen Bewohner besondere Fähigkeiten haben, zu hinterfragen. Doch die Suche nach den besonderen Kindern erweist sich als Abenteuer mit großen Gefahren.

Wie auch bereits sein 2003er Werk „Big Fish“ basiert auch Tim Burtons neuester Film auf einem Buch. Diesmal bedient sich der Kultregisseur an dem Bestseller Werk „Miss Peregrine´s Home for Peculiar Children“ des Autors Ransom Riggs, welches bisher drei Bücher umfasst.

Die Wahl für die Hauptrolle des Jacob fiel auf den Jungschauspieler Asa Butterfield, der bereits Hollywood-Luft in Ender´s Game schnuppern durfte und auch als neuer Spider-Man Darsteller im Gespräch war. An ihm ist es auch den Zuschauer durch seine Augen durch die Geschichte zu führen, was ihm größtenteils gut gelingt. Jedoch kann Butterfield durch das einschränkende Drehbuch seiner Rolle nie die durch die Vorlage mögliche Tiefe ausspielen. Allgemein sind die skurrilen Charaktere sehr gut besetzt und lassen Sympathie aufkommen. Allen voran Eva Green als titelgebende Mutterfigur sowie den mit sichtlicher Freude von Samuel L. Jackson gespielte Bösewicht stechen hervor.

Im Gegensatz zur Buchvorlage fühlt sich das Leinwand Abenteuer der besonderen Kinder weitaus unbeschwerter an. Speziell das letzte Drittel entfernt sich fast vollständig von der Melancholie und der unterschwelligen Schwere und wird ersetzt von einem gehetzt wirkenden letzten Akt. Dazu trägt auch Jacksons Mr. Barron bei, der Sprüche klopfend fast komplett an Bedrohlichkeit verliert. Das Finale ist dennoch unterhaltsam und zeigt die Charaktere und deren Fähigkeiten wunderbar im harmonischen Zusammenspiel.

 

Der Film präsentiert sich als Metapher des Außenseiters, der auf der Suche nach seiner Bestimmung einen sicheren Hafen in Form einer Familie findet. Das klingt nach einer erfolgsversprechenden Formel, welche von Burton jedoch nur bedingt zu einem stringenten Gewebe verflochten werden kann und das Feingefühl eines Big Fish vermissen lässt.

 

Optisch hingegen erweist sich die Insel der besonderen Kinder als ein bewegtes Bilderbuch. Stilistisch zwischen Alice im Wunderland und Edward mit den Scherenhänden changierend werden dem Zuschauer detailverliebte und harmonische Szenerien geboten, welche den 3D Effekt nur mäßig nutzen. Untermalt werden diese zum Träumen einladenden Bilder von einem passenden aber nie aufdringlich wirkenden Score, der jedoch nie an die Finesse eines Danny Elfman heranreicht.

 

Trotz der anfänglichen Wehmut des Films entfaltet sich ein unterhaltsames und spannendes Abenteuer, zeigt aber auch in schwachen Momenten, dass man teilweise orientierungslos im Bezug auf die Ausrichtung des Films wirkt.

 

Fazit:

Optisch imposante Romanverfilmung mit liebenswürdig skurrilen Charakteren. Unterhaltend aber leidet zu oft an mangelnder Substanz.

 

7,5/10 Punkte

 

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Skylynx

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Freut sich 2016 auf: Tolle Filme, tolle Figuren und viel Action mit der Starblight-Community

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